Bokashi Eimer - organischen EM Dünger aus Biomüll selber herstellen

Bokashi Kompost Küche


Der Bokashi Eimer stammt ursprünglich aus Japan und ist eine bewährte und immer populärer werdende Möglichkeit, Bio-Dünger aus Küchenabfällen selbst herzustellen. Der Bokashi Eimer ist aber nicht nur ein Komposteimer für zu Hause.

Durch die Zugabe von Effektiven Mikroorganismen (EM) wird der Dünger viel nährstoffreicher als normaler Kompost. Durch den luftdichten Verschluss stinkt und schimmelt das Material nicht, es fermentiert. Alles über Bokashi und den Bokashi Eimer erfahren Sie in diesem Beitrag.
Bokashi Eimer

Bokashi - Was ist das ?

Bokashi was ist das? organischer Dünger aus Bio AbfällenSie möchten ihre Küchen- oder Gartenabfälle sinnvoll verwerten und nicht einfach wegwerfen ?
Dann verwandeln Sie ihre organischen Abfälle doch mit Hilfe von Effektiven Mikroorganismen in einen wertvollen Bokashi Kompost. Dieser organische Dünger aus eigener Herstellung eignet sich hervorragend als Nährstoff für Ihre Garten- und Balkonpflanzen.

Der Begriff Bokashi kommt aus dem Japanischen und bedeutet übersetzt "fermentiertes Allerlei". Dabei meint der Japaner als Meister der Fermentationskunst mit Bokashi im Allgemeinen fermentierte organische "Abfälle".

Diese werden mit Hilfe von Effektiven Mikroorganismen aufgewertet. Dabei wird dem Bio-Abfall anders als bei Kompost keine Nährstoffe entzogen, sondern sogar hinzugefügt.


Fermentation mit Mikroorganismen - Veredeln Sie Ihren organischen Abfall


Dies ist vergleichbar mit der Sauerkrautherstellung. Der Kohl wird mit Milchsäurebakterien längere Zeit unter Luftabschluß (also anaerob) fermentiert.
Dabei entstehen viele wichtige Vitamine & Enzyme. An deren Entstehung sind die Mikroorganismen beteiligt. Ebenso, wie bei dem Sauerkraut, werden Ihre organischen Abfälle aufgewertet und so zu einem wertvollen Bokashi Kompost.

Durchschnittlich werden jährlich 82 kg Lebensmittel pro Person weggeworfen, dabei sind Reste wie Gemüseabschnitte noch gar nicht eingerechnet. Hier bietet es sich an, diese zu nutzen und in den Kreislauf rückzuführen. Ganz nebenbei versorgen Sie Ihre Pflanzen mit organischem Dünger. Dafür brauch man auch kein Haus oder Garten mit Komposthaufen. Für die Heimanwendung reicht ein Bokashi Eimer direkt in der Küche.

Bokashi Herstellung im Bokashi Eimer - Wie geht das?

Zur Herstellung von Küchen-Bokashi empfiehlt sich die Verwendung von Bokashi Eimern . Diese speziellen Komposteimer sind luftdicht abgeschlossen und mit einem Sieb im Inneren versehen. So kann Flüssigkeit aus dem Ferment austreten und sich unter dem organischen Material sammeln. Damit stellen Sie sicher das die für den Fermentationsprozess unnötigen Flüßigkeiten aus dem Material kommen ohne das Luft herangelangt. Während Kompost während des Umwandlungsprozess möglichst viel Sauerstoff benötigt, ist es bei der Bokashi Herstellung anders herum. Sauerstoff hindert den Fermentationsprozess durch die Effektiven Mikroorganismen.

Anleitung: Bokashi Herstellung im Eimer

Küchenreste und Abfälle sammeln für Bokashi

 

1. Sammeln Sie Ihre organischen Abfälle am besten in einer Schüssel (ca. 2-3 Tage ).

2. Öffnen Sie Ihren Kompost Eimer und geben das Material in den Eimer. Der Bokashi Eimer sollte nicht ständig geöffnet werden, um nicht zu viel Luft an ihren zukünftigen Düger zu lassen.

 



Bokashi Eimer

3. Befüllen Sie den Bokashi Eimer mit dem organischen Material und sprühen Sie die Lagen mit der unverdünnten Mikrobenlösung ein (Effektive Mikroorganismen aktiv).

 4. Zusätzlich können Sie in den Kompost Eimer beim Befüllen etwas Bokashi Ferment streuen. (Das ist bereits fermentiertes Material z.B. aus Weizenkleie - Roggen usw. ). Das Ferment verbessert den Fermentationsprozess zusätzlich, da es mit Mikroben "geimpft" ist.

 

 

Bokashi verdichten



5. Wenn Sie mit dem Befüllen des Bokashi Eimers fertig sind, wird die Masse ordentlich verdichtet (z.B. mit der Glättkelle, die dem Starterset beiliegt)

6. Nun wird das Material im Bokashi Eimers beschwert. Dies ist z.B. mit einer mit Tüte, die mit Sand gefüllt wird, oder ähnlichem. Dadurch wird der zukünftige Dünger verdichtet und der Flüssigkeitsanteil im Ferment reduziert.

 


Bokashi Saft ablassen

 

7. Lassen Sie alle 2-3 Tage die im Bokashi Eimer anfallende Flüssigkeit ab. Diese kann mit Wasser verdünnt (10 ml auf 500 ml Wasser) direkt an Ihre Pflanzen gegeben werden.

 

8. Wenn der Inhalt den oberen Eimerrand berührt, verschließen Sie den Eimer fest und stellen Ihn am Besten an einen dunklen Ort. Wenn Sie einen zweiten Eimer haben, können Sie direkt weitersammeln. (Wir empfehlen daher das Doppelset Bokashi Eimer.)



Fragen und Antworten - Was Sie über Bokashi noch wissen sollten

  • Was darf in den Bokashi Eimer und was nicht?
  • Wann ist Bokashi fertig?
  • Wie sieht fertiger Bokashi aus?
  • Bokashi ohne EM herstellen - geht das?
  • Bokashi Eimer selber bauen oder kaufen?

  • Unser Frage und Antwort Video-Special zum Thema Bokashi Herstellung




    Was darf in den Bokashi Eimer und was nicht?

    Was kommt in Bokashi Inhalt

    Bei der Bokashi Herstellung kann nahezu jedes organische Material genutzt werden. Darunter fällt rohes oder gekochtes Gemüse, Obstreste, Brot, Rasenschnitt, Tee- und Kaffeesatz, Blumen, Blätter, Unkraut und Tiermist. Auch Unkräuter wie Giersch und Löwenzahn können zu Bokashi Herstellung genutzt werden. Sie samen nicht mehr aus, da der niedrige PH-Wert des Bokashi das verhindert.

    Auf einigen Internetseiten liest man die Empfehlung, Knochen- und Fleischreste sowie Fisch zu verwenden. Wir empfehlen das nicht! Dadurch wird unnötig Ungeziefer angelockt, das nicht nur vom Eimer sondern auch vom fertigen Ferment angezogen wird.

    Ebenfalls nicht in den Bokashi Eimer gehören stark verschimmelte Speisen,  Papier oder Nudeln. Problematisch ist auch schwer Zersetzbares wie Eierschalen oder Holzstücke. Die Fermentation dauert ewig, während der Rest im Eimer längst fertig ist. 


    Gespritztes Obst/Gemüse

    Oft kommt die Frage auf, ob auch chemisch behandeltes, also gespritztes Material in den Bokashi gehören. In der Praxis werden Sie so gut wie immer Schalen oder Reste übrig, die irgendwie mit Chemie in Berührung gekommen sind, auch ohne das Sie davon wissen.

    Die hohe Konzentration von Effektiven Mikroorganismen in der EM aktiv Lösung leistet hier einen hervorragenden Anteil zur Neutralisierung dieser Stoffe.

    Weiterhin empfehlen wir die Verwendung von DIMIKRO Starterferment. Dieses enthält Zeolith, welches in der Lage ist Schadstoffe zu binden und eine erneute Aufnahme durch die mit dem Bokashi gedüngten Pflanzen zu verhindern.

    Weitere Hinweise zur Größe und Feuchtigkeit

    Je nach Größe und Feuchtigkeit des Ausgangsmaterials sollten sie das Material extra zerkleinern und zusätzlich feucht mit EM aktiv einsprühen. Der Bokashi sollte nicht zu trocken aber auch nicht zu nass sein. Optimal ist handfeuchter Bokashi der klebt aber nicht tropft.


    Stickstoff im Bokashi achten Sie auf die Zusammensetzung

    Der Inhalt bestimmt die Düngerqualität

    Eines vorne weg, machen Sie die Bokashi-Herstellung mit dem Bokashi Eimer nicht zur Wissenschaft. Mit den grundlegenden Kenntnissen und etwas Erfahrung ist noch jeder Bokashi gelungen. Dennoch sollten Sie ein wenig auf das Verhältnis von Stickstoff und Kohlenstoff (C/N) achten.

    Küchen- und Gartenabfälle haben ein sehr gutes C/N Verhältnis und können daher ohne Bedenken verwendet werden. Große Mengen von Holzhäckseln, Sägemehl, Papier usw. verschieben dieses Verhältnis in Richtung Kohlenstoffüberschuss. Dies bremst die Tätigkeit der Mikroorgansimen erheblich aus und sollte im Küchen Bokashi vermieden werden.


    Wann ist Bokashi fertig?

    Eine häufige Frage lautet "Wie lange dauert die Herstellung von Bokashi?". Mit normalen Küchenabfällen dauert die Herstellung im Bokashi Eimer (bei Zimmertemperatur) in der Regel ungefähr 2-3 Wochen. Sollten bei finaler Öffnung des Eimers noch sichtbar große oder nicht fermentierte Stücke zu sehen sein, ist das kein Problem. Entnehmen und vergraben Sie den fertigen Bokashi trotzdem. Der Erfahrung nach zerfallen die Stücke nach kurzer Zeit im Boden. 


    Wie sieht fertiger Bokashi aus?

    Viele Einsteiger fragen sich häufig wie so ein fertiger Bokashi nach dem Fermentierungsprozess eigentlich aussieht? Die meisten erwarten eine erdähnliche Substanz ähnlich des Bokashi-Trockenferments, doch das ist selten der Fall. Wie der fertige Dünger aussieht, hängt in erster Linie von den Inhaltsstoffen ab.

    Der fertig verpackte Bokashi ist ein Ferment aus Weizenkleie und Dinkelspelzen, welches schnell zerfällt und seine Farbe von der enthaltenen Melasse erhält. Ein aus Küchen- oder Gartenabfällen hergestelltes Ferment sieht im Bokashi Eimer nach 2-3 Wochen nicht bedeutend anders aus als vorher. Ähnlich wie Sauerkraut ändert sich vornehmlich Geruch und Volumen. Auch ein leichter weißer Filz auf dem Ferment ist normal und kann problemlos verwendet werden. Nicht das Aussehen ist für Düngerqualität entscheidend, sondern die für die Pflanzen verfügbaren Nährstoffe aus dem fertigen Substrat.

    Einen fertigen Bokashi erkennen Sie vor allem am Geruch. Dieser sollte nun angenehm sauer bis süß-säuerlich riechen. Der unangenehme Geruch während des Füllens sollte verschwunden sein.

     


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    Bokashi ohne EM herstellen - geht das?

    Für Anwender von Bokashi Eimern häufig von Interesse ist die Frage ob man für die Herstellung immer eine Lösung mit Effektiven Mikroorganismen also EM aktiv benötigt oder ob man Bokashi auch ohne EM herstellen kann.

    Ganz ohne Effektive Mikroorganismen geht es nicht. Internetrezepte mit Milchsäurebakterien aus Joghurt oder die Zugabe von Hefe funktionieren in der Praxis nicht. Im Ergebnis schimmelt das Material im Bokashi Eimer und das ist nicht das was erreicht werden soll. Das Endprodukt ist auch nicht als Dünger zu verwenden.

    Das beste Ergebnis erreicht man mit einer Kombination aus EM aktiv und Bokashi Ferment zwischen den verdichteten Lagen des organischen Abfalls. Das Bokashi Ferment verhindert das Enstehen von Gerüchen, während die flüssige EM aktiv Lösung den gesamten Bokashi durchdringt und für eine ordentliche Fermentation des Materials sorgt. 

    Bokashi Eimer selber bauen oder kaufen?

    Im Internet gibt es einige Bauanleitungen zu finden wie man einen Bokashi Eimer selber herstellen kann. Zwei handelsübliche Eimer werden zusammengesteckt und mit Klebeband luftdicht verbunden. Der Boden des oberen Eimers ist mit Löchern versehen und soll so die Funktion eines Siebes übernehmen. In den unteren Eimer wird dann ein Hahn eingesetzt der den Sickersaft ausleitet. Auch wenn die runde oder ovale Form des Eimers nicht optimal für die Fermentation ist (Stichwort: Verdichtung des Materials), für einen handwerklich begabten Anfänger ist das eine gute Möglichkeit um auszuprobieren ob die Herstellung von Bokashi etwas für ihn ist.

    Besonders lange wird so ein Eimer wahrscheinlich nicht halten. Der selbst eingesetzte Ablaufhahn wird schnell undicht und fängt an zu tropfen und zu riechen. Auch werden die dünnen Eimerwände schnell spröde und reißen. Wer Spaß an der Herstellung von Bokashi gefunden hat, sollte über die Anschaffung eines Bokashi Eimer nachdenken.

    Bokashi Eimer reinigen und pflegen

    Fertiger Bokashi sollte immer vollständig aus dem Eimer entnommen werden. Danach den leeren Eimer, den Deckel und das Sieb am besten mit heißem Wasser und ein paar Spritzern Essig ordenlich auswaschen. Restrückstände von früherem Bokashi könnten ansonsten für Schimmel im neuen Ferment sorgen.

    Der Zapfhahn ist ebenfalls ein Risiko für Bakterienrückstände und sollte am besten gespült werden, indem Sie heißes Wasser in den leeren Eimer füllen und den Hahn solange öffnen bis das Wasser klar aus dem Hahn läuft.

    Sollten Sie längere Zeit nicht da sein, oder benötigen den Bokashi erst später, stellen Sie den Eimer einfach bei normalen Temperaturen in einen Raum und lassen Ihn vollständig geschlossen stehen (Hahn geschlossen, Deckel vollständig geschlossen). Solange keine Luft an das Ferment kommt ist es sehr lange haltbar.

    Verwendung von Bokashi als Dünger

    frischen Bokashi vergrabenWenn der Bokashi fertig fermentiert ist, kann er aus dem Eimer entnommen und als organischer Dünger in der Nähe Ihrer Pflanzen vergraben werden. Achtung frischer Bokashi hat einen niedrigen PH Wert und ist damit sauer. Er muss also vorher neutralisiert werden. Vergraben Sie ihn also bereits 1-2 Wochen vor dem Pflanzen der Setzlinge. Der pH-Wert sollte dann wieder normal sein.

    Beim Einsetzen von neuen Pflanzen haben sich zwei Methoden für die Vorbereitung des Bodens mit Bokashi bewährt:
    1. Mischen Sie den frischen Bokashi im Verhältnis 3 zu 1 mit Erde in einem Kübel oder einer Schubkarre und füllen ihn danach direkt in die Beete oder die Töpfe.
    2. Ziehen Sie ca 20-25 Zentimeter tiefe Furchen in die Beete im selben Abstand, wie die Pflanzen später gesetzt werden sollen. Bei Töpfen entsprechend in der Mitte. Füllen Sie den Bokashi in die Furche und bedenken Sie diese wieder mit Erde.

    Bei der Verwendung des frischen Bokashis bei bestehender Bepflanzung achten Sie darauf das fertige Ferment nicht zu tief einzugraben, um die feinen Wurzeln der Pflanzen zu schonen.

    Bewährt hat sich den Bokashi Dünger in kleine Löcher, die Kreisförmig um die Pflanze herum angelegt werden einzugraben. Der Durchmesser des Kreises ist dabei von dem zu erwartenden Wurzeldurchmesser der Pflanze abhängig. Bleiben Sie dabei ruhig 30-40cm vom Wurzelballen entfernt.

     

     

    Frischer Bokashi für neu gesetzte Pflanzen setzlinge mit Bokashi düngen

    Soll der Bokashi direkt nach seiner Fertigstellung als Dünger für neu gesetzte Pflanzen dienen (dies funktoniert beim Setzen im Garten, wie auch beim Topfen der Pflanzen ), so ist darauf zu achten, dass eine 5 bis 10 cm dicke Erdschicht den Wurzelballen von dem Bokashi trennen. Bis die feinen Wurzeln der Pflanze das Bokashi Reservoir erreicht haben, hat sich der PH Wert des Bokashi soweit gesetzt, dass dieser für die Pflanze eine optimale Nährstoffquelle ist.

    Zusätzlich können Sie ab und zu zusammen mit dem mit Wasser verdünnten Bokashi-Saft gießen und die Triebe besprühen.

     

     


    Bokashi mit Kompost vererden Dünger Die Verwertung im Kompost !

    Sollte der Bedarf an Bokashi zum Düngen Ihrer Pflanzen nicht so groß sein, das Sie das Material vollständig aufbrauchen, so können Sie den Rest in Ihrem Komposthaufen vererden lassen.

    Dazu sollte der Bokashi im Kompost mindestens mit einer 15 bis 20 cm dicken Erdschicht bedeckt werden um sich auf einen normalen pH Wert neutralisieren zu können. Hier unterstützt der Bokashi den Humusaufbau. So lässt sich klassisches Kompostieren und die Bokashi-Herstellung super kombinieren.

     

     

     

    Verwendung von Bokashi Dünger als Balkon Gärtner Die Verwendung als Balkongärtner !

    Wird nicht der komplette Bokashi für die Düngung von Balkon oder Zimmerpflanzen benötigt, kann das Material in einer Wanne oder Kübel (z.B. Maurerkübel / Wanne ) mit Erde bedeckt gelagert werden.

    Die Erdschicht sollte im Idealfall ca. 15-20 cm betragen. Achten Sie darauf, dass Ihr so angelegter Balkon Kompost keinem direktem Regen ausgesetzt ist, da dieses aus dieser Vorrichtung nicht entweichen kann.

     


    Weitere Bokashi Arten im Überblick

    Rasen Bokashi herstellen - Anleitung

    Auch Rasenschnitt eignet sich ganz hervorragend als Fermentierungsmaterial für Bokashi. Im normalen Gartenbetrieb fällt hier meistens sehr viel Menge in kurzer Zeit an. Deshalb braucht man hier nicht unbedingt einen Eimer (Hat ca 16 Liter Volumen), sondern kann sich aus einem Laubsack oder großen Müllsack einen Bokashi-Sack mit über 100 Litern Volumen basteln.

    Dieser muss vorher präpariert werden:

    • Schneiden Sie eine Ecke des Beutels ab (ca 5 cm Öffnung)
    • verschließen Sie die Ecke mit einer Klemme oder Kabelbinder den man wieder öffnen kann.
    • durch diese Ecke wird später der Sickersaft abgelassen

    Falls eine Kunstofftonne vorhanden ist, können Sie auch diese benutzen. Diese ist leichter zu verdichten und benötigt keinen Ablaufhahn. Wichtig ist nur, das diese mit einem Deckel luftdicht verschlossen werden kann.



    Es gibt nun zwei Möglichkeiten zur Herstellung von Rasen Bokashi

    Erste Möglichkeit:
    Der Rasen wird vor dem Mähen mit verdünntem EM aktiv besprüht. Dabei hat sich eine Verdünnung von einem Liter EM aktiv mit 500 bis 1000 L Wasser bewährt. Die Arbeit kann durch das Aquamix Sprühgerät erleichtert werden. Nun wird das Gras gemäht und in den Bokashi-Sack oder die Tonne gefüllt. Achten Sie bei der Herstellung von Rasen Bokashi darauf, dass das Material stets verdichtet wird. Damit wird der Luftanteil zwischen dem Schnitt verringert und der Fermentierungsprozess geht schneller und besser vorran. Beschweren sie daher den Rasenschnitt mit Steinen oder einem Sack gefüllt mit Sand.

    Zweite Möglichkeit
    Der Rasen wird gemäht und bei feuchtem Rasenschnitt ein paar Stunden getrocknet. Nun füllen Sie Den Bokashi-Sack oder die Kunststofftonne. Beim Befüllen wird die unverdünnte EM aktiv Lösung zwischen den Lagen versprüht. Auch bei dieser Variante der Rasen Bokashi Herstellung sollte das Material gründlich verdichtet werden, um Lufteinschlüsse zu vermeiden. Beim Sack lassen Sie bei Bedarf den Sickersaft durch die Öffnung ab und verschließen Sie danach wieder gründlich.

    Tipp:

    Der Fermentationsprozess kann durch die Zugabe von ca. 2-3 Teelöffeln Keramik- Pulver unterstützt werden.

    Nach ca. 2-3 Wochen ist der Rasen Bokashi fertig. Er hat meist einen pH-Wert von unter 4. Wir empfehlen etwas Urgesteinsmehl zufügen. Der fertige Bokashi hat einen sehr hohen Stickstoffgehalt. Dies ist für ihre Pflanzen eine wahre Energiebombe, was bedeuten kann, dass so gedüngte Pflanzen sehr starken Wuchs haben. Dieses wird durch die Zugabe von Urgesteinsmehl relativiert.


    Traditioneller Bokashi aus Asien

    In den asiatischen Ländern werden im Regelfall 1/3 Reiskleie, 1/3 Reisspelz und 1/3 Hühnermist mit ca. 30 Litern aktivierten Effektiven Mikroorganismen je 100 kg Gemisch angesetzt. Das gut vermischte Material wird fest zusammengepresst und unter Luftabschluss fermentiert. Das Endprodukt wird als Dünger verwendet.

    Gärtner - Bauern Bokashi

    Bauern können Bokashi auch aus Mist und frischen Pflanzenabfällen herstellen. Dazu wird das organische Material mit Seemuschelkalk und Urgesteinsmehl (1 kg je qm) gemischt. Die Bokashi Herstellung ist durch die anaeroben Fermentation im Plastiksack oder Silagebehälter möglich. Weiterhin kann aber auch semi aerob gearbeitet werden.

    Dabei wird das Gemisch wie früher in der Landwirtschaft, der übliche Stapelmist feucht aufgesetzt, verdichtet und mit einem Vlies abgedeckt.


    Fazit

    Bokashi ist das optimale Verfahren um den Kreislauf von Natur mit nachhaltig ökologischen Recycling zu unterstützen. Sie verringern nicht nur erheblich Ihren produzierten Müll, sondern schaffen nebenbei auch noch einen vollwertigen Dünger, voll mit Vitaminen und Enzymen zur Unterstützung und Pflege Ihrer Pflanzen in Haushalt und Garten. Alles was Sie benötigen ist ein luftdichtes Gefäß mit Ablauf, beispielsweise einen Bokashi Eimer und eine Mikrobenlösung aus Effektiven Mikroorganismen.


    Vorteile bei der Herstellung und Verwendung von Bokashi:

  • Verminderung von Abfall in Haushalt und Garten
  • Kein Schimmeln, kein Stinken wie in der Bio-Tonne
  • Hochwertiger Feststoff Bio-Dünger aus eigener Herstellung
  • Gewinnung eines flüssigen Düngers aus dem entstehenden Sickersaft
  • 100% biologisch ohne Chemie


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    Weiterführende Links:

    Effektive Mikroorganismen - Was machen Sie, Wie wirken Sie
    Effektive Mikroorganismen - EM aktiv selber herstellen und bares Geld sparen
    Kompost und EM-Kompost - Der Vergleich in der Praxis
    Effektive Mikroorganismen EM für Hunde - Alle Infos, Anwendung und Wirkung



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